Direkt zur Servicenavigation . Direkt zum Inhalt . Direkt zur Navigation .
EU-Förderpolitik 2014-2020

EU-Förderpolitik 2014-2020

Die Europäische Union (EU) verfolgt das Ziel, den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt Europas zu stärken, um eine harmonische Entwicklung der Union als Ganzes zu fördern. Als Folge der Wirtschaft- und Finanzkrise stellte die EU im Jahr 2010 ihre auf zehn Jahre angelegte „Europa-2020“-Strategie für Wachstum und Beschäftigung vor. Die Strategie zeigt Wege auf, wie Europa ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum verwirklichen, neue Arbeitsplätze schaffen und der Gesellschaften Orientierung vermitteln kann. Hier hat sich die EU ehrgeizige Ziele gesetzt, die sie bis 2020 in fünf Schwerpunktbereichen erreichen will:

  • Beschäftigung - 75 % der Bevölkerung im Alter von 20 bis 64 Jahren sollten in Arbeit stehen.
  • Innovation - 3 % des BIP der EU sollten für Forschung & Entwicklung aufgewendet werden.
  • Klimawandel - Die "20/20/20"-Klimaschutz-/Energie-Ziele sollten erreicht werden (einschließlich einer Erhöhung des Emissionsreduktionsziels auf 30 %, falls die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind).
  • Bildung - Der Anteil der Schulabbrecher sollte auf unter 10 % abgesenkt werden, und mindestens 40 % der 30- bis 40-Jährigen sollten einen Hochschulabschluss oder einen vergleichbaren Abschluss haben.
  • Armut - Die Zahl der armutsgefährdeten Personen sollte um 20 Millionen sinken.

Die Kohäsionspolitik liefert hierbei den erforderlichen Investitionsrahmen und das System, um die Verwirklichung dieser Ziele zu erreichen.

Im Rahmen ihrer Struktur- und Kohäsionspolitik, die zugleich Ausdruck europäischer Solidarität ist, unterstützt die EU ihre Mitgliedstaaten, diese Ziele durch Investitionen in Bildung, Beschäftigung, Klima/Energie, Umwelt, Binnenmarkt, Forschung und Innovation zu erreichen und bedient sich hierfür der fünf Europäischen Strukturfonds (ESI-Fonds):

  • Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
  • Europäischer Sozialfonds (ESF)
  • Kohäsionsfonds
  • Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)
  • Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF)

Für die aktuelle Förderperiode 2014-2020 sind die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI) mit einem Budget von rund 454 Milliarden Euro das wichtigste investitionspolitische Instrument der Europäischen Union.

Die Umsetzung dieser Fonds wird in der neuen Förderperiode 2014 bis 2020 erstmals auf Grundlage der Partnerschaftsvereinbarungen zwischen der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten der EU durch die Mitgliedstaaten sichergestellt. In der Partnerschaftsvereinbarung werden für alle EU-Fonds der jeweilige nationale Gesamtbeitrag zu den thematischen Zielen sowie die Verpflichtung zu konkreten Maßnahmen für die Umsetzung der Ziele von Europa 2020 festgeschriebenDas Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat federführend die Partnerschaftsvereinbarung federführend koordiniert:

In Deutschland erfolgt die konkrete Umsetzung der ESI-Fonds durch die 16 Länder, die hierfür jeweils eigene auf die regionalen Bedürfnisse abgestellte Operationelle Programme (OP) entwickelt haben. In den OPs werden die wesentlichen Ziele, Maßnahmen und erwarteten Ausgaben, die aus dem jeweiligen ESI-Fonds im Zeitraum 2014 bis 2020 finanziert werden sollen, festgelegt.

In Rheinland-Pfalz werden Fördermittel aus dem EFRE, ESF und ELER für Strukturfondsinvestitionen eingesetzt. Allgemeine Informationen zu den ESI-Fonds, die in Rheinland-Pfalz für Investitionen genutzt werden können, sowie weitere Informationen zu den Schwesterfonds finden Sie auf der Internetseite www.eu-fonds.rlp.de.

Rheinland-Pfalz erhält in der aktuellen Förderperiode als sogenannte „stärker entwickelte Region" im Ziel "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung (IWB)" Fördermittel aus dem EFRE i.H.v. 186 Mio. Euro.

Weitere Informationen zum rheinland-pfälzischen EFRE finden Sie unter Operationelles Programm.